Mein Vätternrunden-Tagebuch

Tag -15

Wochenende. Die zwei Tage in der Woche, an denen Rennradfahrer Alles stehen und liegen lassen und sich auf’s Rennrad schwingen. Ab und zu leiste ich mir diesen Luxus. Meist mit einem schlechten Gewissen. Am Wochenende behielt diese jedoch die Oberhand, so dass ich mich zwei Tage lang familienkompatibel gab.

Unglücklicherweise gibt es wohl mehrere „Gewissen“. Jedenfalls meldete sich das „Du hast dich angemeldet, also trainierst du auch ordentlich“-Gewissen und verdonnerte mich zu einer Montag-abendlichen Trainingsrunde. Mal kurz um die Ecke ging natürlich nicht, um einen Effekt zu erzielen brauchte ich „Strecke“. Die Nordrunde, die ich letzte Woche mit der Rennradgruppe gemeinsam unter die Räder nahm, passte hierfür gut.

70 km verkehrsarme, teilweise landschaftlich sehr schöne Straßen mit gutem bis hervorragendem Asphalt. Zudem von meiner Arbeitsstelle aus schneller erreichbar als die „Pankower Nordrunde“. Das Problem an der Runde ist die Runde selber: 70 km sind für das lockere abendliche Ausrollen oder eine zackige Speedrunde gut geeignet. Für mich musste eine Verlängerung her. Die einfachste Möglichkeit war, nach der ersten Runde in Mühlenbeck nicht wieder Richtung Berlin zu fahren, sondern gleich eine zweite Runde zu beginnen.

Kurz und gut: es wurden vom Arbeitsplatz bis nach Hause ~ 140 km mit einem Schnitt von über 30 km/h. Und dies, ohne zu „überpacen“ (ich liebe geschickt eingeflochtenes „Denglish“). Kurz hinter Summt führt die L211 in Richtung Oranienburg. Schön gelegen, toller Asphalt und windgeschützt. Eine Strecke, um die Zeit zu vergessen und einfach nur zu fahren, was ich dann auch tat. Es stellte sich erstmalig ein Zustand ein, den ich bisher nur vom Laufen kannte: abschalten und dahingleiten. Herrlich!

Mein Vätternrunden-Tagebuch geht hiermit in die zweite Runde. Fortsetzung folgt!

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Veröffentlicht am 2. Juni 2011 in Berlin, Brandenburg, Rennrad, Vätternrunde und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Ja die Strecke (L211) fahre ich jeden Sonntag entlang. Sehr guter Asphalt. Allerdings fahre ich bei der nächsten Möglichkeit rechts ab Richtung Wandlitz und nicht gerade aus nach Oranienburg (doch aber sehr selten). Weiter so mit dem Training 🙂