Mein Vätternrunden-Tagebuch

Tag -18

Ich bin nicht abergläubisch. Dennoch habe ich lange gezögert, meine Vorbereitung zu meinem persönlichen Saisonhighlight 2011, der Vätternrunde, in einer Art „Tagebuch“ zu veröffentlichen.

Meine Erfahrungen mit einem ähnlichen Vorhaben im letzten Jahr waren im wahrsten Sinne des Wortes „schmerzhaft“. Hinzu kommt, dass ich lange nicht sicher war, ausreichend auf einen 300 km-Radmarathon vorbereitet zu sein.

Inzwischen ist das Rennen im schönen Mittelschweden in greifbare Nähe gerückt. Nur noch wenige Trainingstouren stehen auf dem Programm, die Fähre muss noch gebucht werden, ein paar technische Details am Rad sind noch zu verbessern, ein paar Dinge noch zu besorgen.

Kurz gesagt: die Spannung steigt und ich möchte hier mehr oder weniger regelmäßig darüber schreiben, welche „Ventile“ ich finden konnte, um diese Spannung zu kompensieren.

Zuerst aber eine Zwischenbilanz: Wo stehe ich – heute, Ende Mai 2011 ?

Saisonbeginn war für mich im Februar auf Mallorca. Wo auch sonst? Eine Woche frühsommerliches Wetter, Training, Freizeit. Keine atemberaubende Kilometerfresserei, aber eine ordentliche Grundlage für die Saison 2011. Anzumerken ist, dass ich fast den ganzen Winter wöchentlich 100 km mit dem Tourenrad zusammenbekomme – auf dem Weg zur Arbeit, bei Regen, Schnee und Eis. Ich zähle dies für mich als regelmäßiges Intervalltraining, das mir das ganze Jahr über eine Basis für das Rennradtraining liefert.

BlackBeauty auf Usedom

Seit „Malle“ zeigt mein persönlicher Tacho 3000 km auf der Habenseite. Renn- und Tourenrad zusammengerechnet. Dazu rund 100 km Lauftraining. Ein neues Rennrad wurde angeschafft, ein Cube Agree SL, mein Stahlrenner „Blauerblitz“ zum Schlechtwetter-Rad umfunktioniert. Zwei für mich bedeutende Events sind bereits Vergangenheit: der Berliner Halbmarathon und das Auftaktrennen zum MOL-Cup, das 4 km-Zeitfahren in Altlandsberg. Beides Premieren für mich, beide mit Ergebnissen, die mich zufrieden und zuversichtlich machen.

Die ersten etwas längeren Trainingsfahrten liegen auch schon hinter mir. Einige 150 km-Touren mit der Rennradliste, eine Trainingsfahrt nach Usedom mit Erik (ebenfalls Starter bei der Vätternrunde) und eine 140 km-Trainingsfahrt diese Woche mit der Rennradgruppe sind auf dem „Konto“. Mindestens ein 200er kommt noch hinzu.

Ich denke, ich kann es jetzt halten wie Bob der Baumeister: Schaffen wir das? Ja, wir schaffen das!

© Micke Fransson/Vätternrundan

Mein Vätternrunden-Tagebuch ist damit eröffnet. Fortsetzung folgt!

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Veröffentlicht am 30. Mai 2011 in Jedermannrennen, Rennrad, Vätternrunde und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Ich wünsche dir vernünftiges Radfahrwetter!
    Bei meiner Vätternrundan (Start um 03.00 Uhr) fing es gerade an zu regnen. Nach 2 Std. hörte es auf! Dann kam die Sonne und es wurde noch heiß. 200 km waren kein Problem. Doch die letzten 100 km waren eine Qual. Aber egal, wenn das Ziel erreicht ist, ist auch das bald vergessen.
    Ein Tipp: fahre immer in einer Gruppe, das spart KRAFT!
    Alles Gute und unfallfreie Fahrt!

    • Hallo Bernd,
      vielen Dank! Auf die Gruppe hoffe ich auch, aber man muss erst die Mitfahrer finden, die das gleiche Tempo fahren. Mal schauen.
      Aber erstmal sehen wir uns am Sonntag zur Sternfahrt!
      Andreas

  2. Super Beitrag! Hat echt Spaß gemacht das durchzulesen!

    Grüße