Beleuchtungstipps für dunkle Tage

Ich habe lange warten müssen, bis ich endlich „meine“ Beleuchtung gefunden habe. Da ich täglich mit dem Rad zur Arbeit fahre und dabei auch durch völlig unbeleuchtete Gegenden durchfahre, reicht ein „Positionslicht“ nicht aus.
Meine Idealkombination:

zusätzlich (bei Bedarf):

  • LED-Akkuscheinwerfer B+M IXON IQ: 40 Lux!
  • Dioden-Akkurücklicht Sigma Cuberider II (alternativ Trelock LS 320)

Alle Beleuchtungselemente haben das deutsche Prüfzeichen.

Tagsüber ist die Dynamobeleuchtung immer eingeschaltet, einen guten Nabendynamo spürt man kaum.
Nachts schalte ich i.d.R. zusätzlich das Akkurücklicht an. Dies ist laut StVZO zulässig:

(5) Fahrräder dürfen an der Rückseite mit einer zusätzlichen, auch im Stand wirkenden Schlußleuchte für rotes Licht ausgerüstet sein. Diese Schlußleuchte muß unabhängig von den übrigen Beleuchtungseinrichtungen einschaltbar sein.
(StVZO § 67 Abs. 5)

Auf unbeleuchteten Strecken schalte ich den Akkuscheinwerfer (als Fernlicht) dazu. Anmerkung hierzu: im Geltungsbereich der StVO ist nur ein (!) Scheinwerfer zulässig.

Wichtig: die modernen Fahhradscheinwerfer nehmen es inzwischen fast mit Autoscheinwerfern auf. Daher muss darauf geachtet werden, dass sie keinesfalls zu hoch eingestellt werden – entgegenkommende Radler, Fußgänger oder Autofahrer werden sonst regelrecht geblendet.

In einem weiteren Beitrag gibt es noch ein paar Hinweise zu Vor- und Nachteilen der von mir verbauten bzw. getesteten Teile.

Viel Spaß beim „Nightriden“!

wünscht Ihr/Euer BikeBlogger

Quelle / © Abbildungen: www.nabendynamo.de und www.bumm.de

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Über BikeBlogger

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Veröffentlicht am 8. Oktober 2010 in Ausprobiert, Fahrräder und Technik und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare.

  1. Whoa! 40 Lux. Ich habe 10 Lux und es reicht wie ich finde, ich denke 8 Lux sind derziet vorgeschrieben. Was mir in letzter Zeit immer wieder negativ auffällt sind Radfahrer die mir entgegenkomen und mich blenden. Das nimmt Ausmaße an wie beim Fernlicht von Autos!
    40 Lux sind doch Wahnsinn. Da sehe ich nichts mehr wenn ich Nachts entgegenkomme.

    • 10 Lux sind vorgeschrieben 🙂
      Du hast Recht, auch Fahrradlampen können blenden. Wenn sie falsch eingestellt sind. Nach meiner Erfahrung reichen 10 Lux, wenn die Straßen gut beleuchtet sind, als Positionsleuchte. Sobald man da fährt, wo wenig oder kein Licht ist, kann man nicht mehr sicher schnell fahren. Oder man liebt den Nervenkitzel.

  2. wem die einfache zusatzbeleuchtung am Rad immer noch zu wenig ist, der kann sich weitere lampen einfach irgendwo an die Kleidung heften (besonders für die Rückseite interessant). Da gibt es meines Wissens nach keinerlei Einschränkungen bzgl der Anzahl. gerade wenn man oft mit Rucksack unterwegs ist, bietet es sich an dort weitere Lichter zu befestigen, vlt wird man dann auch vom netten 40tonner gesehen …

    • Hallo rbt,
      ja, das stimmt. Die StVZO regelt nur die Beleuchtungseinrichtungen, die am Fahrrad angebracht sind. Allerdings kann sie im Sinne des Gesetzes die vorgeschriebene Beleuchtung nicht ersetzen – und, wichtig: darf auch die Beleuchtung, die man am Körper trägt, weder blenden noch andere Verkehrsteilnehmer irritieren. Wer schon einmal im Dunkeln hinter einem anderen Radfahrer mit Blinkleuchten herfahren durfte, weiß, was ich meine.

  3. Ich habe den Cyo Scheinwerfer von Bumm und bin superzufrieden, da mehr als die Hälfte meiner Strecke durch unbeleuchtetes Gelände, hauptsächlich Wald, führt.
    Hin und wieder benutzen entgegenkommende Autofahrer ihr Fernlicht, wenn sie mich sehen, wahrscheinlich um mir klarzumachen, dass ich sie blende.
    Ich bin ja nicht drauf aus, andere zu blenden. ABER… wenn ich den Scheinwerfer niedriger einstelle, reicht der Lichtkegel nicht aus, um im Stockfinstern weit genug zu sehen. Da könnt ich auch mit ner ganz normalen Halolampe rumfahren. Bisschen niedriger hat nix gebraucht, wurde trotzdem angeblendet. Macht aber auch zum Glück nicht jeder entgegenkommende Autofahrer.

    Wie macht ihr das mit diesen superhellen Leuchten? Auch schon mal angeblinkt worden?

  4. Nö, das ist mir noch nicht passiert …

  5. mhh ich wer eher angeblinkt weil ich vorne zu wenig (Halogen) licht am rad habe, steht aber auch auf der abschussliste das ding ;).

    @ bikeblogger, emfpindest du das blinkelicht tasächlich als störend? ich hab das bisher nicht so sehr auf dem kieker sondern freue mich über die deutlich verbesserte sichtbarkeit die sowas erzeugt. sprich es fällt auf, nervt aber nicht.

  6. Ja. Wenn du in einer Gruppe fährst, ist ein Blinklicht ein absolutes „no go“. Du siehst nichts mehr, nur noch das Blinklicht. Ich hatte einmal nicht gemerkt, dass ich bei einem Rücklicht aus Versehen den Blinkmodus anhatte. Da gab es gleich einen entsprechenden Kommentar. Zu Recht.
    Das gilt auch, wenn du in der Stadt hinter anderen Radfahrern herfährst – oder sie hinter dir, weil ihr die gleiche Geschwindigkeit habt.

    Wenn sich das durchsetzen würde wäre der Sicherheitsgewinn auch weg – überall blinkt es und die Zuordnung zu einem Fahrzeug wird kaum mehr möglich. Lieber konstantes, aber helles Licht, gern doppelt (ist ja auch zulässig).