Strandschutz á la Jack Wolfskin

… oder korrekt benannt: Jack Wolfskin Beach Shelter III

So nennt sich die Strandmuschel von Jack Wolfskin, die ich dieses Jahr ergiebig ausprobieren konnte. Eine Strandmuschel. Ok, eine Strandmuschel halt. Und?

In den letzten Jahren habe ich so ungefähr eine Strandmuschel pro Sommer „verbraucht“. Minderwertige Materialien führten in der Regel dazu, dass vom ursprünglichen Schutz gegen Wind und Sonne nach ungefähr zwei bis drei Wochen intensiver Nutzung nur noch ein Haufen Kunststoffmüll übrig blieb. Es mag sein, dass sich diese Billiglösungen finanziell durchaus „rechnen“. 15 € pro Jahr, das sind vier Jahre, bis man knapp bei dem Preisniveau des Jack Wolfskin Beach Shelter III angelangt ist. Nachhaltigkeit wird jedoch anders definiert. Mich persönlich ärgern solche Wegwerflösungen, auch wenn sie billig sein mögen.

Die Strandmuschel von JW zeichnet sich durch eine rundum ordentliche Materialauswahl aus. Ein straffer Schnitt in Verbindung mit sinnvollen Abspannmöglichkeiten führt zu einem seriösen „Gehäuse“, das auch bei Windstärken, die den Aufenthalt am Strand weniger angenehm werden lassen, nicht kollabiert. Grob geschätzt würde ich sagen, dass mit dem Beach Shelter ein bis zwei Windstärken mehr „machbar“ sind als mit einfacheren Lösungen.

© Jack Wolfskin

Besonders angenehm dabei: das Material ist identisch mit dem normalen Zeltmaterial der Jack Wolfskin-Outdoor-Zelte. Somit kann man sich darauf verlassen, dass das „Zelt“ auch kräftigere Regenschauer aushält, ohne dass die „Bewohner“ dabei durchnässen. Dazu trägt auch eine Besonderheit des Beach Shelters bei: die Öffnung ist verschließbar. Im Normalzustand verfügt die Strandmuschel über einen vorgelagerten Boden, der jedoch komplett mit einem Reißverschluss versehen den Eingang blick- und nahezu regendicht verschließen kann. Eine tolle Lösung gegen Gelegenheitsdiebstähle, aber auch um mal eine Regenstunde am Strand aushalten zu können. Innen ist es für zwei Erwachsene oder einen Erwachsenen und zwei Kinder immer noch geräumig (für größere Familien gibt es auch den Beach Shelter IV). Die mitgelieferten Heringe sind mehr als Verlegenheitsbeigaben, sie sind seriös und stabil.

Gut geeignet ist der Beach Shelter III für Fahrradtouren mit Ziel Nord- oder Ostsee. Tagsüber eine unauffällig Strandmuschel wird daraus nachts ein ausreichender Zeltersatz, ohne dass man gleich Gefahr läuft, als wilder Camper verjagt zu werden.

Mängel? Ja, gibt es natürlich auch. Die Zeltgestänge sind aus Glasfaserstäben, die durch Außenhülsen zusammengehalten werden. Die Enden der Gestänge rosten schnell (mit Sprühwachs o.ä. behandeln!). Alustangen wären teurer, würden aber das Einfädeln in die Gestängeführungen erleichtern und wären rostfrei. Die „Fenster“ lassen sich nicht komplett verschließen, hier zieht es bei kräftigem Wind etwas bzw. kann hierdurch Sand eingeweht werden.

Tipp: für feine Sandstrände Schnee-/Sandheringe mitnehmen!

Fazit: würde ich wieder kaufen!

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Veröffentlicht am 22. September 2010 in Ausprobiert und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Strandschutz á la Jack Wolfskin.

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