Wir sind Mountainbiker

Nein, mit dem „wir“ bin nicht ich gemeint. Ich bin „alles mögliche“, nur kein Mountainbiker. Der Titel bezieht sich auf eine Kampagne der Deutschen Initiative Mountain Bike e.V. (kurz DIMB) in Zusammenarbeit mit dem , u.a. unterstützt durch den Delius Klasing Verlag, der die Magazine „Bike“ und „Tour“ sowie andere Zeitschriften herausgibt. In diesen Publikationen werden Anzeigen geschaltet, die das Image „des Mountainbikers“ in der Öffentlichkeit verändern sollen:

Als Mountainbiker bekommt man hin und wieder böse Blicke hinterher geworfen oder erntet teils unglaubliche Kommentare von verschiedensten Naturbesuchern. Und das häufig nur, weil der durch Helm und Brille “vermummte” Biker ein ungewohntes Bild für das Fußvolk ist. Mit dieser Kampagne möchten wir zeigen, dass unter jedem Helm und hinter jeder Brille ein Mensch wie du und ich steckt. Sehen Sie selbst!

© Wir sind Mountainbiker / DIMB

Nicht-Leser dieser Magazine können einige der Anzeigenmotive unter www.wir-sind-mountainbiker.de anschauen. Eine gute Möglichkeit, um die eigenen, möglicherweise ein wenig eingefahrenen Ansichten zu „dem Mountainbiker“ kritisch zu hinterfragen.

Findet jedenfalls

Ihr / Euer BikeBlogger

Advertisements

Über BikeBlogger

Radfahrer. Blogger. Mensch. https://www.bikeblogger.de/

Veröffentlicht am 28. Juli 2010 in Allgemeines und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare.

  1. Oliver Bärwolff

    Hallo,

    ich bin aktives Mitglied der DIMB.

    Eine kleine Richtigstellung: Die Kampagne ist nicht in Kooperation mit dem DK-Verlag entstanden, das ist die alleinige Arbeit der DIMB.

    Der Delius-Klasing-Verlag unterstützt uns freundlicherweise bei der Veröffentlichung der Kampagne, in dem er Kapazitäten für den Abdruck in vielen seiner Publikationen zur Verfügung stellt – wie andere Verleger auch.

    Viele Grüße,

    Oliver

  2. Da war ich wohl ein wenig ungenau. Etwas anderes wollte ich auch nicht ausdrücken. Entschuldigung!

  3. In dem Artikel klingt es so, als ob die Anzeigen „nur“ in den beiden genannten Magazinen (Bike und Tour) auftauchen würden.

    Fände ich irgendwie Quark, weil a) „Der Mountainbiker“ weiß, wer er ist, und b) mal abgesehen davon, dass sie sich seltenst begegnen, „Den Gemeinen Rennradler“ interessiert es nicht. (Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen…:-D )

    Ich hoffe doch eher, die Anzeigen werden in diversen „Massenmmedien“ (Stern/Bild/Bushaltestelle) bzw. in Medien von „Konfliktparteien“ (DAV-Zeitschrift, Runners-World…) auftauchen. Fände irgendwie, das würde mehr Sinn machen.

    Genauso, wie’s mal wieder Zeit wäre ein Paar Zweirädrige Zeitgenossen an die Trail-Etiquette zu erinnern…

    Fabi
    übrigens auch Mountainbiker

  4. @ fabi: Die ausschließliche Nennung von Tour und Bike ist auf meinem Mist gewachsen. Auf der Website http://www.wir-sind-mountainbiker.de steht:

    … Angebot, in den wichtigsten verlagseigenen Magazinen kostenlos Anzeigen zu platzieren …

    Wenn du dir das Angebot des Verlages anschaust findest du noch weitere Magazine. Ich finde diese Kritik nicht angebracht, da gewerbliche Anzeigen teuer sind und eine breitenwirksame Kampagne darauf angewiesen ist, dass Verlage auf Einnahmen verzichten. Wenn Springer oder G+J (noch?) nicht bereit sind, diese Kampagne zu unterstützen ist das nicht gleichbedeutend damit, dass die Kampagne falsch ist.
    Übrigens habe ich die Anzeigen zuerst in der Tour oder der TrekkingBike gesehen – zumindest bei mir hat dies also funktioniert, oder?

  5. Oliver Bärwolff

    Die Kampagne ist natürlich breiter angelegt und lange nicht vorbei. Es wird noch eine zweite und vielleicht auch weitere Runden mit neuen Modellen geben – solange laufen die bisherigen Inserate weiter.

    Vielleicht steigen aber auch noch andere Medien ein; Kooperationspartner sind weiterhin gesucht.

    Fabi, deine Hoffnungen und Vorschläge in den genannten Formaten zu inserieren, kosten auch für einen Verein der eine ‚Social Campaign‘ betreibt viel Geld. In den großen (Nachrichten-)Magazinen kostet ein Inserat pro Auflage mehrere tausend bis zehntausend Euro.

    Im übrigen zählst du den DAV als Konfliktpartei – das stimmt so auch nicht, denn einige Sektionen (regionale Abteilungen) des DAV sind Mitgliedsverein der DIMB.

    Und: Es gibt überall Leute, die unachtsam ihrer Umwelt gegenübertreten; Wanderer, Biker, Autofahrer, etc. Aber allein die Tatsache, dass der Verein in den letzten Monaten überproportional an Mitgliedern gewonnen hat, deute ich hier schon als Erfolg. Denn jedes Mitglied erklärt sich satzungsgemäß mit den DIMB Trail Rules einverstanden. Wir setzen auf das eigenverantwortliche Handeln unserer Mitglieder im Sinne der Nachhaltigkeit, sozial wie ökologisch. Eine solche Kampagne dient natürlich auch der Erinnerung der Biker (allg.) an gewisse Grundregeln im Umgang mit anderen Menschen und der Natur.

    In diesem Sinne,

    OPEN TRAILS!

  6. Perfekt, mein Vorurteil hat die Campagne bestätigt. Mountenbiker sind Zahnärzte, Apotheker, Betriebswirte, Manager und Kinder reicher Eltern. Eine Gruppe Menschen, die ich auch im richtigen Leben für rücksichtslos und egoistisch halte. Die fahren mit dem SUV in den Wald oder fliegen mit dem Flugzeug nach Lanzerote und erschrecken Erholungssuchende, nicht nur mit ihrer Verkleidung, sondern auch mit hohen Geschwindigkeiten. – Mein Sportgerät kostet 4000 € das kann sich nicht jeder leisten, das fahr ich ausschließlich in Naturschutzgebieten und auch nur am Wochenende. Sieht auch cool aus, hinten am SUV!