E-Bike Konzeptstudie

In der guten alten Zeit gab es – soweit ich mich entsinnen kann – eine Zweiteilung der Welt. Es gab Autohersteller, die gute Autos bauten und Fahrradhersteller, die gute Fahrräder bauten. Einen Blick über den Tellerrand wagte niemand. Als einzige Ausnahme von dieser Regel fällt mir nur Peugeot ein, die eine langjährige Tradition im Fahrradbau hatten. Wenn sich ein PKW-Hersteller in das Unbekannte vorwagte kam bestenfalls eine schicke Dreingabe für gut Verdienende heraus. Innovationen waren eher Fehlanzeige.

Das Britische Fahrrad-Newsportal bikeradar.com veröffentlichte kürzlich einen Artikel über eine E-Bike-Design-Studie eines asiatischen Automobilherstellers.

bikeradar.com - Screenshot

Auf den ersten Blick ließ ich mich von der Studie und den Bildern blenden. Auf den zweiten Blick: High-Tech? Nicht zuende gedacht würde ich sagen. Klassische Laufräder, konservative Bremstechnologie, ein Tretlager, das veraltet wirkt. Dazu eine 8-fach-Nabenschaltung – das gibt es aus Deutschland schon besser. Das Rahmenkonzept wirkt optisch hingegen durchdacht: gelungene Linienführung, stimmige Platzierung des Akkus. Nur: die Rahmenrohre führen in einem Punkt zusammen. Auch ohne Maschinenbaustudium scheint es offensichtlich, dass hier eine Schwachstelle eingebaut wurde.

Die – dennoch interessanten – Bilder dieser Studie sind über diesen Link zu erreichen.
Leider reagierte die Firma mit Unverständnis auf meine Anfrage nach dem Veröffentlichungsrecht der Fotos. Daher habe ich nachträglich den Namen der Firma aus diesem Artikel gestrichen. Wenn dort kein Interesse an kostenloser PR besteht, muss ich dies akzeptieren.

Autoindustrie: Bitte weiterstudieren – das Know-how sollte vorhanden sein!

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Veröffentlicht am 1. Juni 2010 in Fahrräder und Technik und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für E-Bike Konzeptstudie.

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