Das Auto ist ein Armutsmodell

… titelt news.de in http://www.news.de/auto/855039365/das-auto-ist-ein-armutsmodell/1/ und zitiert den Verkehrswissenschaftler und Geographen Professor Dr. Heiner Monheim:

Es gibt Städte, die haben viel weniger Autoverkehr, meistens sind die Leute dort überdurchschnittlich klug und überdurchschnittlich reich. Das Auto ist ein Armutsmodell. New York hat ganz wenige Autos, Universitätsstädte haben wenige Autos. Das Ruhrgebiet hat viele Autos, das Saarland hat viele Autos. Je dümmer die Regionen sind, desto mehr Autobahnen und Autos. Das ist traurig, aber wahr, weil Beton das Hirn ziemlich vernebelt, und in den meisten politischen Gehirnen ist noch ganz viel Beton verarbeitet. Sie müssen warten, bis das Betonhirn ausgestorben ist, das ist die Tragik.

Der Umstieg vom Auto auf alternative Verkehrskonzepte ist eine der Aufgaben, denen sich Professor Monheim in Forschung und Praxis widmet. Die Verknüpfung der Verkehrsfrage mit einer neuen Form von Kultur, Umwidmung von Ausgaben von PKW-lastigen Projekten hin zu umweltfreundlichen Alternativen, sowie die Vorbildfunktion einzelner Persönlichkeiten sind Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen. Verkehrsmodelle anderer Länder sind für Professor Monheim Vorbilder, die auch für Deutschland praktikabel sein könnten.

Professor Monheim ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des VCD sowie Gründungsmitglied u.a. von VCD und ADFC.

Für weitere Informationen über seine Arbeit sei der oben zitierte Artikel sowie die folgenden Links:

empfohlen von Ihrem/Eurem BikeBlogger

Advertisements

Über BikeBlogger

Radfahrer. Blogger. Mensch. https://www.bikeblogger.de/

Veröffentlicht am 7. April 2010 in Allgemeines, Verkehrsplanung und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Sehr interessantes Interview mit Hr. Monheim. Danke für den Link!

  2. Das deckt sich subjektiv mit meinen Erfahrungen. Die meisten „intelligenteren“ Menschen haben einen entspannten Bezug zum Auto. D.h. sie sind weder dagegen noch dafür. Die „weniger intelligenten“, wenn ich das so frech sagen darf, sind oft Nur-Auto-Fahrer und steigen generell nicht auf andere Verkehrsmittel um.