Ich wollte

hier keine Unfallberichterstattung durchführen. Ich dachte, ok, das wird überall gemacht, das muss reichen. Die Unfallzahlenstatistik 01-11/2009 zeigte einen „Aufwärtstrend“ zu weniger tödlichen Unfällen.

Jetzt habe ich mich an den Rechner gesetzt und bei den „Kollegen“ ein wenig stöbern wollen, was die so neues gefunden haben. Anregungen halt. Und dann das:

http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/12/10/radfahrerin-bei-verkehrsunfall-in-tempelhof-schoeneberg-toedlich-verunglueckt/

und dies:

http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/12/14/toedlicher-abbiegeunfall-in-pankow/

Zwei ähnliche, tödlich verlaufene Unfälle zwischen LKWs und Radfahrern innerhalb von nur einer Woche.

Und das kopfschüttelnde Fragen: lernt denn Niemand dazu?

LKW-Fahrer und -Besitzer: es gibt inzwischen Spiegel, die den toten Winkel minimieren. Warum sieht man diese so selten – oder warum werden sie nicht genutzt?

Politik und Verwaltung: warum wird nur zugesehen und nicht massiv Geld in Aufklärung und Unfallvermeidung durch bauliche Maßnahmen investiert?

Und, leider auch diese Frage an Radfahrer: warum vertrauen so viele immer noch darauf, dass „die Autofahrer“ schon aufpassen werden?

Betroffen.

Ihr / Euer BikeBloggerBerlin

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Über BikeBlogger

Radfahrer. Blogger. Mensch. https://www.bikeblogger.de/

Veröffentlicht am 14. Dezember 2009 in Berlin, Verkehrsplanung, Verkehrsunfall und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Ich fahr meist etwa so schnell wie die rechtsabbiegenden Pkw an die Kreuzung heran. Dadurch gibt sich eine Art „Reißverschluss“. Die Regeluninteressierten biegen dann einfach ab, das ist vorhersehbar und man kann gut bremsen. Die anderen halten an, das ist auch ganz gut vorhersehbar. Wenn ich mich von hinten nähere und da schon ein Lkw zum Rechtsabbiegen wartet, lasse ich ihn vor.

    Nicht selten haben Rad- und Lkw-Fahrer gemeinsam auf Grün gewartet. Vielleicht liegt oft auch das Missverständnis darin, dass der bereits wartende Radfahrer gedacht hat, der sich von hinten nähernde Lkw hätte ihn registriert.

    Befriedigend ist die ganze Situation nicht. Keiner kann von sich behaupten, so gut zu fahren, dass er selbst kein Unfallopfer wird. Auch – da bin ich überzeugt – nicht in solchen Situationen. Missverständnisse gehören zum (Verkehrs)Leben dazu.

  2. Hallo Bikeblogger!

    Ja, besonders deine letzte Frage finde ich wichtig. Wir Radfahrer sind ja schließlich die Leidtragenden. Der andere hat vielleicht Schuld, uns hat es dann erwischt. 😦

    Also Leute: Nicht voller Vertrauen auf eurer Vorfahrt bestehen! Immer gucken, was der Verkehr macht. Nicht drauf verlassen, dass man auch gesehen wird.

    Ich mache es so:
    – Umsichtiges Annähern an die Kreuzung
    – Hand (Fuß) liegt dabei an beiden Bremsen
    – Ich wende den Kopf nach links (und ggf. nach rechts) und schaue. Gibt es (Rechts)abbieger? Haben die mich gesehen? Bremsen die? Blickkontakt, falls möglich, kann helfen!
    – Alles frei? Ich habe grün? Dann radle ich zügig weiter.

    Ich nenne das: „defensives Fahren“ und bin damit schon oft „gut gefahren“. Lieber lasse ich mir die Vorfahrt nehmen und schreie mir dafür hinterher meinen Frust so laut von der Seele, dass es der Fahrer noch hört (und hoffentlich was lernt). Allemal besser als unterm Auto/Laster zu landen. 😦

    (@Berlinradler: Dein „Reißverschluss“ ist super, so ähnlich mache ich das auch.)

    Was auch hilft: Eine gute Beleuchtung in der Dämmerung. Also bitte: Lichtanlage prüfen und pflegen!

    Es grüßt
    Johann